Information für Erstteilnehmer

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Natürlich stellt sich gerade für Kameraden, die bisher noch nicht bei der E.S.E.P.A. waren, die Frage, was denn im Sommer auf sie zukommen würde.
Um die Vorfreude noch weiter zu schüren und falsche Erwartungen zu mindern, haben wir hier Einiges zusammengetragen, um euch einen Ausblick auf euren ersten E.S.E.P.A. – Aufenthalt zu gewähren.
Der Tag eurer Ankunft wird sich noch relativ ruhig gestalten. Ihr werden Kameraden der vorherigen Wachschicht treffen, die auf ihren gepackten Koffern sitzen, und ihr werdet auf neue Kameraden eurer Wachschicht stoßen. Mit Sicherheit sind da auch einige dabei, die nicht das erste Jahr zur E.S.E.P.A. kommen. Jene werden dann mit Geschichten der letzten Jahre aufwarten und euch so einen „live-Einblick“ in das Feuerwehrleben geben, was euch die kommenden zwei Wochen erwartet.
Am folgenden Tag werdet ihr in der Regel eure Ausrüstung in Empfang nehmen können. Keine Sorge, euch wird (fast) alles gestellt. Helm, Jacke, Hose etc. bekommt ihr alles von uns. Nur die Stiefel sollten eure sein, was ja aber verständlich ist, denn wer will schon in die Stiefel seines Vorgängers schlüpfen.
Dann kommt die Ausbildung. Der Schwerpunkt im Sommer liegt auf der Waldbrandbekämpfung. Da eine solche Ausbildung in Deutschland z. B. gar nicht angeboten wird, nur wenige Kameraden schon mal mit „richtigen“ Waldbränden zu tun hatten und es einige strukturelle Unterschiede zwischen Zentraleuropa und Griechenland gibt, werden wir die nächsten Tage damit verbringen, eben jene Unklarheiten zu beseitigen. Dabei wird natürlich neben der Theorie auch der praktische Teil nicht zu kurz kommen.
Mit der vollendeten Ausbildung wird es nun darum gehen, möglichen Einsätzen gewappnet zu sein. Die nun entstandene Freizeit verbringen die Kameraden in unterschiedlichster Art und Weise. Viele widmen ihre Zeit den Fahrzeugen oder verbringen ganze Tage in der Schlauch- oder in der Atemschutzwerkstatt. Oder es wird einfach zusammengesessen und Erfahrungen ausgetauscht. Gerade die „alten Hasen“ werden dabei diverse „Kriegsgeschichten“ zum Besten geben. Neben dem steht dann natürlich noch ein Aufenthaltsraum mit Satellitenfernsehen, Tischkicker und anderen Spielen zur Verfügung.
Und zu eurer Überraschung sind nun schon wieder zwei Wochen vergangen. Nun werdet ihr diejenigen sein, die auf ihren gepackten Koffern sitzen und dabei zuschauen wie die nächsten Kameraden ankommen. Und nächstes Jahr, wenn dann andere Kameraden zum ersten Mal zur E.S.E.P.A. kommen, werdet ihr ihnen von euren Erfahrungen berichten können und vor allem, die Kameraden der letzten Jahre wiedersehen.
Ach ja: natürlich kann es jederzeit zu einem Einsatz kommen. Während eurer Ausbildung werdet ihr aber in der Regel nicht mit herausfahren. Dieser wird dann wahrscheinlich von den Kameraden, die die vorherigen Jahre schon da waren, abgearbeitet. Mit Sicht auf die Sicherheit und den Erfahrungsstand ist dies sicherlich selbstverständlich, doch muss es leider immer wieder gesagt werden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz läuft das Ganze ja nicht anders ab. Auch dort solltet ihr z.B. die Atemschutzausbildung beendet und nicht nur die erste Stunde besucht haben, bevor ihr zu einem richtigen Einsatz rausfahrt.
Wenn ihr nach der absolvierten Ausbildung dann zu einem Einsatz mitfahrt, solltet ihr euch im Klaren sein, dass auf euch eine komplett andere Form von Feuerwehreinsätzen zukommt. Es ist nicht wie bei einem Wohnungsbrand, der innerhalb von ein bis zwei Stunden abgearbeitet ist. Oftmals erwartet uns eine Anfahrt von mehreren hundert Kilometern. Dabei sind acht bis zwölf Stunden keine Seltenheit. Dort abgekommen solltet ihr damit rechnen, dass es eben nicht pünktlich um 12:00 Mittagessen und um 18:00 Abendessen gibt. Nicht selten wartet man auf sein Essen. Ebenso wird es vorkommen, dass man bei längeren Einsätzen einfach irgendwo im Wald oder auf einer nicht mehr befahrenen Straße übernachtet. Dort die Erkenntnis zu bekommen, dass man solchen Einsätze nicht gewachsen ist, kommt dann etwas zu spät. Als Tradition hat sich mittlerweile etabliert, dass man auf der Rückfahrt von einem größeren Waldbrand zum Baden am Meer anhält.
Es kann jederzeit vorkommen, dass von der Berufsfeuerwehr oder vom Zivilschutz eine Anfrage kommt, ob wir in einem anderen Gebiet Patrouille fahren und die Berufsfeuerwehr unterstützen können.  Natürlich würden wir dann unsere Einheit dorthin versetzen. Dort wird man in der Regel nicht auf dieselben Wohnstandarts wie in der Schule treffen.
So, hoffentlich konnten wir damit wenigstens einen kleinen Einblick in das Sommerleben in Rizomata geben.
PS: Falls noch offene Fragen sind, könnt ihr euch auch jederzeit an die Kameraden der letzten Jahre wenden. Eine im Forum gepostete Frage wird meist umgehend beantwortet.